Die Aktion Kultur Heusweiler und der Verein „Unser Dorf Obersalbach“ präsentierten am 17.05.2026 in der Kirche Maria Königin Obersalbach ein eindrucksvolles Chor- und Instrumentalkonzert mit dem Chor „Canticum Novum“ aus St. Ingbert, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.
Unter der Leitung von Markus Schaubel wurde das Konzertmotto „Für Frieden in aller Welt“ musikalisch eindrucksvoll umgesetzt. Das abwechslungsreiche Programm spannte einen Bogen von Werken Richard Shephards und John Rutters über Johann Sebastian Bach bis hin zu Karl Jenkins. Unterstützt wurde der Chor von der Solistin Alexandra Kaleck an der Flöte sowie Johannes Schaubel am Cajon.
Die instrumentalen Beiträge von Alexandra Kaleck (Flöte), begleitet von Markus Schaubel an der Orgel, wurden mit großer Einfühlsamkeit vorgetragen und bereicherten das Konzert in besonderer Weise.
Die außergewöhnliche Architektur der Kirche Maria Königin Obersalbach verlieh der Veranstaltung einen stimmungsvollen und würdigen Rahmen. Rund 125 Besucherinnen und Besucher spendeten langanhaltenden Applaus und zeigten sich begeistert von der Qualität der Aufführung.
Die Veranstalter dankten allen Mitwirkenden für das beeindruckende Konzert und gratulierten dem Chor „Canticum Novum“ herzlich zu 25 Jahren erfolgreicher Chorarbeit.
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Erfolgreiche Premiere für neues Projekt „The Stardust Social Club“ am 25.04.2026
Vor nahezu ausverkauftem Haus präsentierte die Aktion Kultur Heusweiler am Samstag, 25.04.2026 ihr drittes und letztes Frühjahrskonzert im Filmtheater Heusweiler – erstmals mit der neuen Formation „The Stardust Social Club“. Die fünfköpfige Band unter der Leitung von Marc Bollow feierte eine rundum gelungene Premiere und präsentierte bekannte Titel in eindrucksvollen, von Matthias Kiefer und Juan Sebastian Arauz neu arrangierten Fassungen, die den Stücken einen frischen musikalischen Charakter verliehen.
Das Programm spannte einen abwechslungsreichen stilistischen Bogen von Jazz über Rock und Pop bis hin zu Latin und Funk. Songs unter anderem von Bob Marley, Guns N’ Roses, Nirvana, AC/DC und Michael Jackson erhielten neue klangliche Facetten, ohne ihren Wiedererkennungswert zu verlieren – und sorgten so für ein besonderes Hörerlebnis.
Mit ihrem präzise abgestimmten Zusammenspiel begeisterte die Formation das Publikum. Sängerin Sandrine Lisken wurde dabei einfühlsam begleitet von Juan Sebastian Arauz am Flügel, Matthias Kiefer am Kontrabass, Rainer Kuttenberger an Saxophon und Klarinette sowie Marc Bollow am Schlagzeug. Auch die solistischen Einlagen der Musiker wurden mit begeistertem Applaus gefeiert.
Insgesamt war es ein außergewöhnlicher und stimmungsvoller Konzertabend, der Lust auf mehr macht. Von dieser Formation wird künftig sicher noch zu hören sein.
Der Vereinsvorsitzende Günter Bost dankte allen Mitwirkenden und den Konzertbesuchern für den gelungenen Abschluss der Reihe „Frühjahrskonzerte im Filmtheater Heusweiler“ und würdigte das Engagement der Besitzerin, Frau Christa Schönhofen.


Nachlese zum 2. Frühjahrskonzert der Aktion Kultur Heusweiler vom 17.04.2026
Die Aktion Kultur Heusweiler präsentierte am Freitag, 17.04.2026 ihr zweites Frühjahrskonzert im ausverkauften Filmtheater Heusweiler. Unter dem schlichten, aber treffenden Titel ‚Fields of Music – Balkan meets West‘ bot das überzeugende Duo Nino Deda & Amby Schillo dem Publikum eine abwechslungsreiche musikalische Palette.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Sound, die jedoch rasch behoben werden konnten, gelang es den beiden überregional etablierten Musikern, eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Mit großer musikalischer Bandbreite ließen sie Grenzen verschwimmen, bauten Brücken zwischen unterschiedlichen Stilrichtungen und nahmen das Publikum mit auf eine kurzweilige, abwechslungsreiche Reise: von Sting über Carl Palmer (Emerson, Lake and Palmer), Art Garfunkel und Paul McCartney bis hin zu Hermann van Veen und Peter Gabriel. Auch Klänge vom Balkan fanden ihren Platz im Programm, bereichert durch Eigenkompositionen von Nino Deda.
Mit sozialkritischen Texten bewiesen Nino Deda (Gesang, Akkordeon, Klavier) und Amby Schillo (Gesang, Gitarre, Percussion), dass Musik keine Grenzen kennt. Beide überzeugten nicht nur durch ihr instrumentales Können, sondern auch durch ihr perfektes Zusammenspiel und ihre Fähigkeit, Emotionen unmittelbar auf das Publikum zu übertragen.
Das begeisterte Publikum verabschiedeten die Musiker mit Klassikern wie „Walking in Memphis“ von Marc Cohn und „Three Times a Lady“ von Lionel Richie. Für einen besonders gefühlvollen Abschluss sorgte „Fly On“ von Coldplay.
Der Verein ‚Aktion Kultur Heusweiler‘ dankte den Künstlern, der Kinoinhaberin Frau Schönhofen, der Gemeinde für die Unterstützung bei der Werbung sowie dem zahlreich erschienenen Publikum. Es war ein rundum gelungener Abend mit Profimusikern der besonderen Art – an einem ebenso besonderen Ort.



Nachlese zum Konzert „Unverhofft“ mit Helmut Eisel & Sebastian Voltz am 08.03.2026
Gelungener Start ins Frühjahrsprogramm
Die Aktion Kultur Heusweiler hatte den Start ihres Frühjahrsprogramms unter dem Titel „Moments Musicaux“ mit dem vielseitigen Musiker Henri Louis angekündigt. Dieses Konzert musste jedoch aufgrund einer Erkrankung des Künstlers sehr kurzfristig – nur zwei Tage vor dem Termin – abgesagt werden. Glücklicherweise ermöglichten die bestehenden Kontakte in der Musikszene eine schnelle Überwindung des Absageschocks. Mit dem im Saarland und weit darüber hinaus bestens bekannten Duo Helmut Eisel & Sebastian Voltz (Klarinette/Klavier) konnte unter dem treffenden Programmtitel „Unverhofft“ eine hervorragende Alternative gefunden werden. Mit seinem unverwechselbaren Charme und optimaler Licht- sowie Klangqualität zeigte sich das Filmtheater auch für das geänderte Programm von seiner besten Seite. Den beiden Profimusikern, die kurzfristig ein abwechslungsreiches, emotional berührendes und virtuos gestaltetes Programm zusammenstellten, machte das Musizieren in dieser besonderen Atmosphäre sichtlich Freude. Diese Begeisterung übertrug sich rasch auf das Publikum, das sich über die schönen musikalischen Eindrücke freute und die Musiker mit großem Applaus für ein gelungenes Frühjahrskonzert belohnte. Auch der Veranstalter wurde durch zahlreiche positive Rückmeldungen in seiner Entscheidung für das Alternativangebot bestätigt.
Nachlese zum Neujahrskonzert 2026
Neujahrskonzert 2026 in der evang. Kirche in Heusweiler – ein Feuerwerk der Musik!
Das diesjährige Neujahrskonzert veranstaltete die Aktion Kultur Heusweiler wie im Vorjahr zusammen mit der Kirchengemeinde Oberes Köllertal in der evangelischen Kirche Heusweiler. Mit der Stiftung europäische Kultur und Bildung, dem Richard-Wagner-Verband Saar, der Deutsch-Französischen Gesellschaft Saar und der Europa-Union Saar konnten wieder die vier Kooperationspartner des Vorjahres für die Gestaltung eines qualitativ anspruchsvollen Programms gewonnen werden.
Die Konzertankündigung versprach ein „Feuerwerk der Musik mit Werken von Händel, Vivaldi, Mozart, Paul Dukas und Emmanuel Chabrier“ – und genau dieses Feuerwerk wurde dem Publikum in glänzender Weise geboten. Dafür sorgten die Musiker der „Saarfagotte“ unter Leitung von Prof. Guilhaume Santana (HfM Saar) und der Fagottklasse von Prof. Julien Hardy vom Conservatoire de Paris, die im Rahmen eines Austauschprogramms für einige Tage an der HfM Saar zu Gast waren und das Konzert in Heusweiler als krönenden Abschluss gemeinsam gestalteten.
Die zwölf Fagottisten musizierten in wechselnden Formationen, ließen die „Fanfare de Peri“ von Paul Dukas von der Empore erklingen und gestalteten zum Abschluss Händels Feuerwerksmusik gemeinsam, wirkungsvoll verstärkt durch Pauken. Mit Händel und dem „Einzug der Königin von Saba“ wurde das Programm majestätisch-feierlich eröffnet. Nach Vivaldis Concerto grosso folgte mit Mozarts Serenade Eine kleine Nachtmusik das spieltechnisch anspruchsvollste Werk. Begeisternd waren Spielfreude, Virtuosität und das perfekte Zusammenspiel der jungen Musiker. Emmanuel Chabriers feurige España, rhythmisch von der Handtrommel begleitet, setzte schließlich einen besonderen musikalischen Akzent.
Mit langanhaltendem, begeistertem Applaus würdigte das zahlreich erschienene Publikum die Darbietung, den die Musiker sichtlich genossen und mit einer Zugabe erwiderten.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Prof. Guilhaume Santana, der sowohl für das Konzertprogramm als auch die Arrangements verantwortlich zeichnete, die deutsch-französische Kooperation organisierte und das Publikum mit kenntnisreichen Erläuterungen durch den Abend führte. Großer Dank gebührt auch der Kirchengemeinde, die den wunderbaren Kirchenraum als wohltemperierte Spielstätte für das Konzert zur Verfügung stellte.
Nachlese zum Adventskonzert mit Musik des französischen und deutschen Barock
Die Aktion Kultur Heusweiler hatte zur Gestaltung ihres diesjährigen Adventskonzerts zwei Ensembles mit Studierenden der Hochschule für Musik Saar für den 11. Dezember in die kath. Kirche St. Josef in Holz eingeladen. Das Barockensemble unter der Leitung von Mechthild Blaumer sowie das Vokalensemble unter der Leitung von Lutz Gillmann, der zugleich die Gesamtleitung des Konzerts innehatte, präsentierten ein großartiges adventliches Programm mit Werken des französischen und deutschen Barock. An der Aufführung waren insgesamt elf Musikerinnen und Musiker beteiligt, darunter fünf Streicher sowie fünf Sängerinnen und Sänger.
Bereits die klösterlich-feierlich anmutende Intrada mit zwei Sängerinnen, die in ein gemeinsam mit den Besuchern gesungenes Eingangslied „Herr, send herab uns deinen Sohn“ einmündete, setzte den Duktus des Konzerts, der in einem großen Spannungsbogen über gut eineinhalb Stunden aufrechterhalten wurde.
Den größten Raum nahmen die siebenteiligen „O-Antiphonen des Advent“ von Marc-Antoine Charpentier (1643 – 1704) und das prächtige „Magnificat“, das seinem Zeitgenossen Dieterich Buxtehude (1637 – 1707) zugeschrieben wird. Ergänzt und verbunden wurden die musikalischen Elemente in einer eindrücklichen szenischen Inszenierung, mit wechselnden Aufstellungen der Musiker, mit kurzen Texten, teils liturgischer Art, und mit mehreren gemeinsam mit dem Publikum gesungenen adventlichen Liedern. Alles koordiniert und dirigiert von Lutz Gillmann an der eigens aufgestellten Blockorgel. So wurde eine wunderbare Verbindung zwischen den Musikern und den Zuhörern aufgebaut, die immer eine wesentliche Bedingung für das Erleben von Musik darstellt.
Der lang anhaltende Applaus am Ende des Konzerts war der wohlverdiente Dank an die Musikerinnen und Musiker für eine Darbietung voller jugendlichen Elans, gesanglicher und instrumentaler Ausdruckskraft sowie tiefer Empfindung. Zugleich spiegelte er das beglückende Gefühl wider, als Zuhörerin oder Zuhörer selbst Teil des musikalischen Geschehens gewesen zu sein. Ein großes Kompliment gilt den Ausführenden, ein herzlicher Dank den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern sowie der Kirchengemeinde für die Bereitstellung der adventlich einladend illuminierten Kirche als Aufführungsort dieses außergewöhnlichen Konzerts. Erneut bestätigte sich, dass der Raum mit seinen ausgewogenen Proportionen und seiner angenehm tragenden Akustik hervorragend für derartige Konzerte geeignet ist.
GWH fördert musikalische Grundausbildungan Heusweiler Grundschulen mit kommpowerCent 2024
Mit dem Förderprogramm kommpowerCent geben die Gemeindewerke Heusweiler (GWH) einen Teil ihres wirtschaftlichen Erfolges aus der Stromvertriebssparte an die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde zurück. Jährlich werden durch die kommpowerCent-Aktion 6.000 Euro für soziale, sportliche und kulturelle Projekte bereitgestellt. Ziel ist es, das vielfältige Engagement in der Gemeinde nachhaltig zu unterstützen.
Für das Jahr 2024 erhielt der Verein Aktion Kultur Heusweiler e.V. eine Förderung von 950 Euro für sein Projekt „Musikalische Grundausbildung an den Heusweiler Grundschulen“. Seit 2012 ermöglicht das Projekt Kindern ab der zweiten Klasse eine vertiefte musikalische Ausbildung in den Bereichen Singen, Rhythmus, Bewegung/Tanz und elementares Instrumentalspiel. Ergänzt wird das Angebot durch das kreative „Trashdrumming“, das neben musikalischen Grundlagen auch Teamgeist und Gruppenerlebnisse fördert.
Am 27. November 2025 überzeugten sich Bürgermeister Thomas Redelberger und GWH-Geschäftsführer Torsten Schramm persönlich von der Wirkung der Förderung. Sie besuchten eine Unterrichtsstunde von Dipl.-Musikerzieherin Svitlana Aldoshyna (HfM Saar) und konnten die Kinder beim Singen und bei Rhythmusübungen erleben. Die Freude und Begeisterung der Schülerinnen und Schüler machten deutlich, wie wertvoll dieses Angebot für ihre musikalische und persönliche Entwicklung ist.
„Es ist ein tolles Projekt, das wir sehr gerne fördern“, betonte Torsten Schramm. Auch Bürgermeister Redelberger hob die Bedeutung kultureller Bildung hervor, die Kindern kostenfrei zugänglich gemacht wird und das kulturelle Leben in Heusweiler bereichert.
Bild von links – Bürgermeister Thomas Redelberger, Julia Neiser-Mohm (Grundschule Heusweiler), Svitlana Aldoshyna, Silke Blasius (Grundschule Holz), Sabine Zimmer (Grundschule Holz), Günter Bost (Aktion Kultur Heusweiler e.V.), Torsten Schramm (GWH)
Nachlese zum Konzert von „La Bande Baroque“ am 19. 10. 2025 in der evang. Kirche in Wahlschied
„La Bande Baroque goes London“ – so lautet der Titel des neuen Programms des Ensembles, das sich der sogenannten „Alten Musik“ und ihrer historischen Aufführungspraxis verschrieben hat. Auf Einladung der Aktion Kultur Heusweiler spielte sie dieses Programm zum Start erstmals öffentlich in der evang. Kirche in Wahlschied, die sich für diese Musik räumlich wie klanglich hervorragend geeignet erwies.
Es musizierten: Anne Clement (Blockflöte und Viola da Gamba), Christina Ewald (Blockflöte und Gesang) sowie Štefan Iľaš am Cembalo.
Die musikalische Reise ins London des 17. / 18. Jahrhunderts, die von Anne Clement und Štefan Iľaš fachkundig und mit viel Neuigkeitswert moderiert wurde, war geprägt durch eine große Vielfalt meist kürzerer Musikstücke von heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Komponisten. Sie verbrachten alle eine längere Zeit ihres musikalischen Wirkens in London, hatten aber oft ihre Wurzeln in anderen Regionen der damals schon länderübergreifend geprägten europäischen Musikwelt. Aber London hatte eine besondere Anziehungskraft auf die begabtesten Musiker und wurde so zum Schmelztiegel vieler unterschiedlicher kompositorischer Stilrichtungen.
Das Konzert in Wahlschied hat demonstriert, dass es sich lohnt, diese Musik wieder zu entdecken und dem heutigen Publikum nahe zu bringen. Der üppige, begeisterte Applaus des leider etwas raren Publikums bestätigte dies ganz augenscheinlich. Die Begeisterung des Publikums war aber nicht nur der Musik zuzuschreiben, sondern mindestens ebenso der sehr lebendigen Präsentation durch das sehr sympathisch auftretende Ensemble. Es gelang ihm von Anfang an, die Zuhörer mit seiner ausdruckstarken Darbietung für die Eleganz und Leidenschaft der Barockmusik einzunehmen und in Spannung zu halten. Großes Kompliment! Dies gilt auch uneingeschränkt trotz des erkältungsbedingten Totalausfalls der Singstimme, die in zwei Musikstücken ganz kurzfristig instrumental ersetzt werden musste, was dann auch problemlos funktionierte – gute Musiker reagieren eben flexibel!
Die Aktion Kultur Heusweiler dankt der evang. Kirchengemeinde Oberes Köllertal und ihrer Pfarrerin, Frau Kerstin Marx, auch im Namen der Musiker ganz herzlich für die freundliche Unterstützung, insbesondere für die Überlassung des wunderbaren Kirchenraums als Spielstätte für das Konzert und die sehr wertvolle, ganz praktische Hilfe durch ihren Küster, Herrn Jörg Brück. Wir wünschen dem Ensemble „La Bande Baroque“ nach dem gelungenen Start mit ihrem neuen Programm bei den kommenden Auftritten viel Erfolg und viele begeisterte Zuhörer.
Bilder und SZ-Artikel zum Abschiedskonzert von Susan Ebrahimi und Wolf Giloi
Auszug Saarbrücker Zeitung


Nachlese Klavierrezital Jonas Stark in Heusweiler am 21.09.2025
Diesem Klavierrezital mit dem 27-jährigen Ausnahmepianisten hat seine saarländische Fangemeinde mit großer Erwartung entgegengesehen. Hatte er doch gerade erst mit seinem außerordentlichen Erfolg beim Internationalen Beethovenwettbewerb in Wien im Juni 2025 für großes Aufsehen gesorgt. So konnte Jonas Stark sein aktuelles Klavierprogramm im restlos ausverkauften Rathausfestsaal der Gemeinde präsentieren. Ein musikalisch und pianistisch sehr vielfältiges und anspruchsvolles Programm über verschiedene Zeitepochen vom Barock mit Scarlatti und Bach, über die Wiener Klassik mit Beethoven, die Romantik mit Schumann bis zur Modernen mit Béla Bartók.
Auf der Bühne erlebten die Besucher einen exzellenten Pianisten, selbstsicher und zupackend im Klavierstil, sympathisch und dem Publikum freundlich zugewandt.
Inhaltlich lassen sich die Eindrücke am besten schildern an Hand der Waldsteinsonate von Beethoven. Diese Sonate setzt eine besondere Marke in der Entwicklung der europäischen Klaviermusik. Jonas spielte sie denn auch als eine seiner absoluten Lieblingskompositionen am Ende seines Rezitals. Trotz der immensen technischen Anforderungen dieses Werks – z.B. im letzten Satz die langen Triller-Passagen parallel zur Melodieführung oder die Oktaven-Glissandi – hatte man immer den Eindruck, dass ihm das alles leicht und wie selbstverständlich von der Hand ginge. Nie gab es Momente einer pianistischen Selbstdarstellung, immer ging es um die möglichst authentische Wiedergabe der vom Komponisten vorgezeichneten Musikidee in ihren vielen wechselnden Stimmungen und Ausdrucksformen. Salopp formuliert: Jonas spielte nicht Klavier, er spielte Beethoven, wie man es schon wohltuend beim Wettbewerb in Wien im Vergleich zu manchen Mitbewerbern beobachten konnte.
Diese wie selbstverständlich wirkende Spielweise und das sympathische Auftreten verfehlten nicht die Wirkung beim Publikum. Es war während des gesamten Auftritts aufmerksam gespannt, kein Räuspern, kein Husten, volle Konzentration auf die Bühne, bis sich nach dem Prestissimo am Ende des Rondos die Anspannung in langem begeistertem Applaus entlud. Jonas nahm dies mit sichtlich großer Freude entgegen. Und dann gab es als Dank für den Applaus und zur Entspannung des Publikums mit dem Allegretto in c-Moll von Schubert noch einen Zuschlag, bevor es auf den Nachhauseweg ging mit dem schönen Gefühl, mit vielen anderen zusammen einen unvergesslichen Musikgenuss erlebt zu haben.
Die Veranstalter und Kooperationspartner des Rezitals – die Aktion Kultur Heusweiler, die Stiftung europäische Kultur und Bildung, der Richard-Wagner-Verband Saarland und die Gemeinde Heusweiler – blicken ebenfalls mit großer Freude auf ein außergewöhnliches Ereignis zurück, wünschen Jonas Stark weiter viel Glück und Erfolg auf seinem exponierten Weg und werden ihn mit viel Spannung und großer Sympathie weiter begleiten.
Text: Günter Bost, Aktion Kultur Heusweiler








































