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Beatles und die Aktion Kultur Heusweiler: Die Schönheit in der Musik der Beatles; Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 24.08.2026
Saarbrücker Zeitung
Beatles und die Aktion Kultur Heusweiler: Die Schönheit in der Musik der Beatles
Marco Reuther
Heusweiler · Die Aktion Kultur Heusweiler hat im Redaktionsgespräch, bei dem auch Sorgen zur Zukunft der Kleinkunst zutage traten, ihre nächsten Konzerte bekannt gegeben. Den Anfang macht ein Abend im alten Filmtheater, der den Beatles gewidmet ist. Von Musiker Ivo Müller wollten wir wissen: Warum gerade die Beatles?
Das ehemalige “Heusweiler Filmtheater” ist ein ungewöhnlicher Ort für Konzerte. Im April spielt dort die junge Formation “The Stardust Social Club” (Foto) ihr Programm “Rock & Pop meets Jazz”, nächsten Samstag kommen Ivo Müller und Sven Prokaska mit ihrem Beatles-Projekt “Gently Weeping Guitars”.
Die beiden Männer, nicht mehr ganz jung, sind gut gelaunt und scherzen, dass ihre eigenen, eher nur noch knapp bemessenen Haare ja nun nicht gerade denen der „Pilzköpfe“ gleichen. Aber was haben die Beatles überhaupt mit Ivo Müller und Günter Bost zu tun, die zur Gesprächsrunde ins Völklinger SZ-Büro gekommen sind? Ganz einfach: Das „Restprogramm“ 2026 der „Aktion Kultur Heusweiler“, deren Vorsitzender Bost ist, beginnt mit einem Konzert, das den „Fab Four“ gewidmet ist, und zum Duo, das an einem ungewöhnlichen Ort auf der Bühne steht, gehört Ivo Müller – zusammen mit Sven Prokaska.
Der ungewöhnliche Ort, an dem das Konzert „Gently Weeping Guitars – Eine Hommage an die Beatles“ ausgerichtet wird, ist das (ehemalige) Filmtheater – am Samstag, 29. August, 19 Uhr (Saarlouiser Straße 27). Der Titel des Konzerts lehnt sich an den Beatles-Titel „While My Guitar Gently Weeps“ an, aus der Feder von George Harrison und 1968 auf dem „White Album“ erschienen.
Bost und Müller sind – wenn auch aus verschiedenen Richtungen kommend – Netzwerker in Sache Musik und Kultur, haben sich als solche gewissermaßen gesucht und gefunden. Bost ist nicht zuletzt der Klassik zugetan, Müller dem Jazz, gepaart mit Blues, Chanson und etwas Rock. Gitarrist und Sänger Müller hat schon in zahlreichen Formationen mitgewirkt, hat seinen „Beatles-Partner“ Prokaska bei einem Jazzfestival in Großrosseln mit Pianist Thorsten Gand kennengelernt. Und wie kommt es dann eigentlich dazu, dass aus einem Kennenlernen gemeinsame Musik wird? Müller zuckt mit den Achseln und meint: „Die Gitarre im Jazz sucht sich oft einen Partner, der auch Gitarre spielt“, um das, was an Musik entsteht, von zwei Seiten zu betrachten. Das „Beatles-Konzert“ allerdings wird kein Jazz-Konzert im klassischen Sinn.
Den Veranstaltungsort, das alte Heusweiler Kino, nennt Bost einen Ort mit besonderem Charme. Es sei ein großes Glück, dass Eigentümerin Christa Schönhofen (87) begeistert mitziehe. Vielleicht sei das Kino nicht die erste Wahl für Klassik-Konzerte, doch „ein Juwel in der Kulturszene“ etwa für Rock und Pop oder auch mal Neues, wie erst kürzlich beim Konzert des noch jungen „The Stardust Social Club“. Auch kommendes Jahr solle es, voraussichtlich im Mai und Juni, drei Veranstaltungen im Kino geben. Wobei man damit gleichzeitig aus der Not eine Tugend mache, denn der Rathaussaal ist dann im Zusammenhang mit den Regionalverbandswahlen nicht nutzbar.
Bost und Müller blicken allerdings mit einer gewissen Sorge in die Zukunft, wenn sie an kleinere Bands und noch nicht so bekannte Musiker denken, denn die großen Eventagenturen drängen mit aller Werbemacht von Großveranstaltern in den Markt, sodass der Kuchen für die „kleine“, unabhängige Kultur kleiner wird. Bost: „Wenn’s nicht so ein paar Verrückte gibt, an verschiedenen Stellen, dann geht nichts mehr.“ Umso wichtiger sei auch eine gute Vernetzung und Unterstützung durch die Kommunen, wo er sich, so Bost, bei Heusweiler absolut nicht beschweren können. Für junge Musiker, die mit anspruchsvoller Musik starten wollen, bedauert der Vereinsvorsitzende, werde es aber immer schwieriger. Darum ist es auch eines der Ziele der Aktion Kultur Heusweiler, aufstrebenden Musiktalenten Auftrittsmöglichkeiten zu bieten – Bosts Kontakte zur Musikhochschule Saar haben schon für zahlreiche Konzerte mit jungen Talenten in Heusweiler gesorgt, ebenso die fruchtbare Zusammenarbeit der „Aktion Kultur Heusweiler“ mit dem Richard-Wagner-Verband.
Ivo Müller, der im Kulturgeschäft schon mit etlichen Kommunen zu tun hatte, wünscht sich mehr Unterstützung durch Städte und Gemeinden; in den Verwaltungen finde man „mal offene Ohren, mal sind sie geschlossen“. Dabei bedeute ein aktives Kulturleben mehr als „nur“ Konzerte: „Kultur ist der Leim, der die Menschen zusammenhält.“ – wobei die Aktion Kultur das „kulturelle verleimen“ schon sehr früh beginnt, nämlich schon seit Jahren die musikalische Früherziehung an den Heusweiler Grundschulen organisiert.
Und das Duo des kommenden Samstags? Wie kam es überhaupt dazu, dass sich zwei „Jazzer“ den Beatles widmen? Müller muss nachdenken, sagt schließlich: „Ich weiß eigentlich gar nicht mehr so richtig, was der Impuls war.“ Man baut sich ein gemeinsames Repertoire auf, mit Jazz, Blues und Bebop, beginnt dann irgendwann, populäre Anklänge reinzubringen, schließlich schreiben beide für ihr Duo geeignete Arrangements der Beatles-Hits; Müller: „Man muss so ein bisschen die Essenz finden, was die Beatles ausmacht“, aber zumindest Anleihen aus dem Jazz gibt es in den Arrangements auch, die durchaus harmonisch seien, auch mal Platz für Improvisationen lassen. Die Arrangements seien eigentlich nie ganz fertig, können von Konzert zu Konzert mal etwas variieren. Aber gerade das sei ja vielleicht ein Verdienst der Beatles: „Man sucht die Schönheit in den Stücken, und die bleibt bestehen, die kann man dann auch mal von anderen Seiten anpacken.“ (lck)
Nachlese zu den Schülerkonzerten „Mozarts Musikwelt mit Papageno“
Das Schulprojekt „Musik mit allen Sinnen“ an den Grundschulen der Gemeinde Heusweiler fand für das Schuljahr 2025/26 einen krönenden Abschluss mit drei Konzerten an den Standorten Heusweiler (am 22. 06. in der Kulturhalle Heusweiler), Eiweiler (am 23. 06. in der Kirche St. Errasmus) und Holz (am 25. 06. in der Kirche St. Josef). Unter dem Titel „Mozarts Musikwelt mit Papageno“ wurden verschiedene Szenen aus der Oper „Die Zauberflöte“ nachgespielt, Lieder gesungen, Instrumentalstücke und Tänze vorgeführt und elementare Musikinstrumente zur Begleitung eingesetzt. Ein Bühnenbild mit selbst gebastelten Motiven bot schöne optische Tupfer.
Die Konzeption der Aufführung wurde weitgehend von Yuliia Andriichuk entwickelt, die Moderation übernahm Svitlana Aldoshyna. Diese beiden Musikpädagoginnen waren über das ganze Schuljahr an den drei Grundschulen tätig und haben die Musikstücke mit den Kindern eingeübt. Außerdem hatte Yuliia Andriichuk vier Studierende der Hochschule für Musik Saar gewinnen können, die mit Violine, Klavier, Flöte und Gesang das Konzert professionell bereicherten und die verschiedenen Kindergruppen instrumental unterstützen und mit eigenen Musikbeiträgen ergänzten. Natürlich durften die Rollen des Vogelfängers Papageno und seiner geliebten Papagena nicht fehlen. Ein großes Kompliment an die beiden Musikerzieherinnen und alle Beteiligten für die sehr gutgelungenen Auftritte mit insgesamt über 200 Kindern, die ihnen selbst viel Freude gemacht haben, ebenso wie den zahlreichen Eltern, Großeltern und interessierten Besuchern.
Nachlese zum 3. Studiokonzert der Aktion Kultur
Mit einem kurzfristig ins Frühjahrsprogramm aufgenommenen Konzert setzte die Aktion Kultur Heusweiler am 13. Juni 2026 ihre erfolgreiche Studio-Reihe fort. Im Festsaal des Dorfgemeinschaftshauses Holz präsentierten sich Ensembles der Kammermusikklasse von Frau Professorin Tatevik Mokatsian (Hochschule für Musik Saar) in Vorbereitung auf ihre anstehenden Masterprüfungen einem interessierten Publikum.
Auf dem Programm standen das Klaviertrio d-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Sonatine für Violoncello und Klavier von Zoltán Kodály, die erste der drei Romanzen für Violine und Klavier von Clara Schumann sowie ihr Klaviertrio g-Moll. Die jungen Musikerinnen überzeugten mit hoher musikalischer Qualität, großer Ausdruckskraft und beeindruckendem Zusammenspiel.
Die Aktion Kultur Heusweiler dankt Frau Professorin Tatevik Mokatsian für die Anregung und die hervorragende Zusammenarbeit. Ebenso gilt der Dank den Musikerinnen für ihre eindrucksvollen Darbietungen sowie den Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und ihre Unterstützung.
Das Konzert fand in Kooperation mit der Hochschule für Musik Saar und der Gemeinde Heusweiler statt. Beim anschließenden Umtrunk bot sich Gelegenheit zu anregenden Gesprächen zwischen Gästen und Künstlerinnen.
Nachlese zur musikalischen Lesung „Wir Nachkriegs-Kinder“
Die Aktion Kultur Heusweiler hatte am Sonntag, dem 7. Juni 2026, zur musikalischen Lesung „Wir Nachkriegs-Kinder“ ins Dorfgemeinschaftshaus Holz eingeladen. Die von der Stiftung europäische Kultur und Bildung geförderte Veranstaltung stieß auf großes Interesse und lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Sie erlebten einen abwechslungsreichen Abend voller Erinnerungen, Musik und lebendiger Zeitgeschichte.
Hans Bollinger nahm das Publikum mit auf eine Reise in seine Kindheit im Bliesgauer Ort Wörschweiler. Mit viel Charme, Humor und persönlichen Geschichten schilderte er das Leben in den Jahren nach dem Krieg. Seine authentischen Erzählungen ließen die damalige Zeit lebendig werden. Neben diesen Erinnerungen berichtete Hans Bollinger auch von seinen späteren Reisen durch Polen. Seine Geschichten bewegten, sorgten für heitere Momente und luden zugleich zum Nachdenken ein.
Für die passende musikalische Begleitung sorgten Hans Bollinger mit Gitarre und Gesang sowie Daniel Bollinger an der Klarinette. Die Musik ergänzte die Erzählungen auf stimmungsvolle Weise und ließ ernste, bewegende, aber auch heitere Erinnerungen lebendig werden. So entstand ein abwechslungsreicher Abend, der das Publikum gleichermaßen berührte und unterhielt.
Zum Abschluss erklang ein jiddisches Lied, das den Abend auf besondere Weise abrundete und bei vielen Gästen nachwirkte. Der lang anhaltende Applaus zeigte, wie sehr die Kombination aus Erinnerungen, Musik und Bildern das Publikum angesprochen hatte.
Der Veranstalter dankte der Stiftung europäische Kultur und Bildung für die Unterstützung dieser musikalischen Lesung, Hans und Daniel Bollinger für die eindrucksvolle Gestaltung des Abends sowie allen Besucherinnen und Besuchern, die durch ihr großes Interesse zum Gelingen dieser besonderen Veranstaltung beigetragen haben. Ein Abend, der Geschichte lebendig machte und bei vielen Besucherinnen und Besuchern noch lange nachwirken wird.
Gelungener Konzertabend für den Frieden mit „Canticum Novum“ am 17.05.2026
Die Aktion Kultur Heusweiler und der Verein „Unser Dorf Obersalbach“ präsentierten am 17.05.2026 in der Kirche Maria Königin Obersalbach ein eindrucksvolles Chor- und Instrumentalkonzert mit dem Chor „Canticum Novum“ aus St. Ingbert, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert.
Unter der Leitung von Markus Schaubel wurde das Konzertmotto „Für Frieden in aller Welt“ musikalisch eindrucksvoll umgesetzt. Das abwechslungsreiche Programm spannte einen Bogen von Werken Richard Shephards und John Rutters über Johann Sebastian Bach bis hin zu Karl Jenkins. Unterstützt wurde der Chor von der Solistin Alexandra Kaleck an der Flöte sowie Johannes Schaubel am Cajon.
Die instrumentalen Beiträge von Alexandra Kaleck (Flöte), begleitet von Markus Schaubel an der Orgel, wurden mit großer Einfühlsamkeit vorgetragen und bereicherten das Konzert in besonderer Weise.
Die außergewöhnliche Architektur der Kirche Maria Königin Obersalbach verlieh der Veranstaltung einen stimmungsvollen und würdigen Rahmen. Rund 125 Besucherinnen und Besucher spendeten langanhaltenden Applaus und zeigten sich begeistert von der Qualität der Aufführung.
Die Veranstalter dankten allen Mitwirkenden für das beeindruckende Konzert und gratulierten dem Chor „Canticum Novum“ herzlich zu 25 Jahren erfolgreicher Chorarbeit.
Erfolgreiche Premiere für neues Projekt „The Stardust Social Club“ am 25.04.2026
Vor nahezu ausverkauftem Haus präsentierte die Aktion Kultur Heusweiler am Samstag, 25.04.2026 ihr drittes und letztes Frühjahrskonzert im Filmtheater Heusweiler – erstmals mit der neuen Formation „The Stardust Social Club“. Die fünfköpfige Band unter der Leitung von Marc Bollow feierte eine rundum gelungene Premiere und präsentierte bekannte Titel in eindrucksvollen, von Matthias Kiefer und Juan Sebastian Arauz neu arrangierten Fassungen, die den Stücken einen frischen musikalischen Charakter verliehen.
Das Programm spannte einen abwechslungsreichen stilistischen Bogen von Jazz über Rock und Pop bis hin zu Latin und Funk. Songs unter anderem von Bob Marley, Guns N’ Roses, Nirvana, AC/DC und Michael Jackson erhielten neue klangliche Facetten, ohne ihren Wiedererkennungswert zu verlieren – und sorgten so für ein besonderes Hörerlebnis.
Mit ihrem präzise abgestimmten Zusammenspiel begeisterte die Formation das Publikum. Sängerin Sandrine Lisken wurde dabei einfühlsam begleitet von Juan Sebastian Arauz am Flügel, Matthias Kiefer am Kontrabass, Rainer Kuttenberger an Saxophon und Klarinette sowie Marc Bollow am Schlagzeug. Auch die solistischen Einlagen der Musiker wurden mit begeistertem Applaus gefeiert.
Insgesamt war es ein außergewöhnlicher und stimmungsvoller Konzertabend, der Lust auf mehr macht. Von dieser Formation wird künftig sicher noch zu hören sein.
Der Vereinsvorsitzende Günter Bost dankte allen Mitwirkenden und den Konzertbesuchern für den gelungenen Abschluss der Reihe „Frühjahrskonzerte im Filmtheater Heusweiler“ und würdigte das Engagement der Besitzerin, Frau Christa Schönhofen.


Nachlese zum 2. Frühjahrskonzert der Aktion Kultur Heusweiler vom 17.04.2026
Die Aktion Kultur Heusweiler präsentierte am Freitag, 17.04.2026 ihr zweites Frühjahrskonzert im ausverkauften Filmtheater Heusweiler. Unter dem schlichten, aber treffenden Titel ‚Fields of Music – Balkan meets West‘ bot das überzeugende Duo Nino Deda & Amby Schillo dem Publikum eine abwechslungsreiche musikalische Palette.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Sound, die jedoch rasch behoben werden konnten, gelang es den beiden überregional etablierten Musikern, eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Mit großer musikalischer Bandbreite ließen sie Grenzen verschwimmen, bauten Brücken zwischen unterschiedlichen Stilrichtungen und nahmen das Publikum mit auf eine kurzweilige, abwechslungsreiche Reise: von Sting über Carl Palmer (Emerson, Lake and Palmer), Art Garfunkel und Paul McCartney bis hin zu Hermann van Veen und Peter Gabriel. Auch Klänge vom Balkan fanden ihren Platz im Programm, bereichert durch Eigenkompositionen von Nino Deda.
Mit sozialkritischen Texten bewiesen Nino Deda (Gesang, Akkordeon, Klavier) und Amby Schillo (Gesang, Gitarre, Percussion), dass Musik keine Grenzen kennt. Beide überzeugten nicht nur durch ihr instrumentales Können, sondern auch durch ihr perfektes Zusammenspiel und ihre Fähigkeit, Emotionen unmittelbar auf das Publikum zu übertragen.
Das begeisterte Publikum verabschiedeten die Musiker mit Klassikern wie „Walking in Memphis“ von Marc Cohn und „Three Times a Lady“ von Lionel Richie. Für einen besonders gefühlvollen Abschluss sorgte „Fly On“ von Coldplay.
Der Verein ‚Aktion Kultur Heusweiler‘ dankte den Künstlern, der Kinoinhaberin Frau Schönhofen, der Gemeinde für die Unterstützung bei der Werbung sowie dem zahlreich erschienenen Publikum. Es war ein rundum gelungener Abend mit Profimusikern der besonderen Art – an einem ebenso besonderen Ort.



Nachlese zum Konzert „Unverhofft“ mit Helmut Eisel & Sebastian Voltz am 08.03.2026
Gelungener Start ins Frühjahrsprogramm
Die Aktion Kultur Heusweiler hatte den Start ihres Frühjahrsprogramms unter dem Titel „Moments Musicaux“ mit dem vielseitigen Musiker Henri Louis angekündigt. Dieses Konzert musste jedoch aufgrund einer Erkrankung des Künstlers sehr kurzfristig – nur zwei Tage vor dem Termin – abgesagt werden. Glücklicherweise ermöglichten die bestehenden Kontakte in der Musikszene eine schnelle Überwindung des Absageschocks. Mit dem im Saarland und weit darüber hinaus bestens bekannten Duo Helmut Eisel & Sebastian Voltz (Klarinette/Klavier) konnte unter dem treffenden Programmtitel „Unverhofft“ eine hervorragende Alternative gefunden werden. Mit seinem unverwechselbaren Charme und optimaler Licht- sowie Klangqualität zeigte sich das Filmtheater auch für das geänderte Programm von seiner besten Seite. Den beiden Profimusikern, die kurzfristig ein abwechslungsreiches, emotional berührendes und virtuos gestaltetes Programm zusammenstellten, machte das Musizieren in dieser besonderen Atmosphäre sichtlich Freude. Diese Begeisterung übertrug sich rasch auf das Publikum, das sich über die schönen musikalischen Eindrücke freute und die Musiker mit großem Applaus für ein gelungenes Frühjahrskonzert belohnte. Auch der Veranstalter wurde durch zahlreiche positive Rückmeldungen in seiner Entscheidung für das Alternativangebot bestätigt.
Nachlese zum Neujahrskonzert 2026
Neujahrskonzert 2026 in der evang. Kirche in Heusweiler – ein Feuerwerk der Musik!
Das diesjährige Neujahrskonzert veranstaltete die Aktion Kultur Heusweiler wie im Vorjahr zusammen mit der Kirchengemeinde Oberes Köllertal in der evangelischen Kirche Heusweiler. Mit der Stiftung europäische Kultur und Bildung, dem Richard-Wagner-Verband Saar, der Deutsch-Französischen Gesellschaft Saar und der Europa-Union Saar konnten wieder die vier Kooperationspartner des Vorjahres für die Gestaltung eines qualitativ anspruchsvollen Programms gewonnen werden.
Die Konzertankündigung versprach ein „Feuerwerk der Musik mit Werken von Händel, Vivaldi, Mozart, Paul Dukas und Emmanuel Chabrier“ – und genau dieses Feuerwerk wurde dem Publikum in glänzender Weise geboten. Dafür sorgten die Musiker der „Saarfagotte“ unter Leitung von Prof. Guilhaume Santana (HfM Saar) und der Fagottklasse von Prof. Julien Hardy vom Conservatoire de Paris, die im Rahmen eines Austauschprogramms für einige Tage an der HfM Saar zu Gast waren und das Konzert in Heusweiler als krönenden Abschluss gemeinsam gestalteten.
Die zwölf Fagottisten musizierten in wechselnden Formationen, ließen die „Fanfare de Peri“ von Paul Dukas von der Empore erklingen und gestalteten zum Abschluss Händels Feuerwerksmusik gemeinsam, wirkungsvoll verstärkt durch Pauken. Mit Händel und dem „Einzug der Königin von Saba“ wurde das Programm majestätisch-feierlich eröffnet. Nach Vivaldis Concerto grosso folgte mit Mozarts Serenade Eine kleine Nachtmusik das spieltechnisch anspruchsvollste Werk. Begeisternd waren Spielfreude, Virtuosität und das perfekte Zusammenspiel der jungen Musiker. Emmanuel Chabriers feurige España, rhythmisch von der Handtrommel begleitet, setzte schließlich einen besonderen musikalischen Akzent.
Mit langanhaltendem, begeistertem Applaus würdigte das zahlreich erschienene Publikum die Darbietung, den die Musiker sichtlich genossen und mit einer Zugabe erwiderten.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Prof. Guilhaume Santana, der sowohl für das Konzertprogramm als auch die Arrangements verantwortlich zeichnete, die deutsch-französische Kooperation organisierte und das Publikum mit kenntnisreichen Erläuterungen durch den Abend führte. Großer Dank gebührt auch der Kirchengemeinde, die den wunderbaren Kirchenraum als wohltemperierte Spielstätte für das Konzert zur Verfügung stellte.







































