Nachlese zum 2. Studiokonzert

Auch das 2. Konzert in der neu eingerichteten Studio-Reihe der Aktion Kultur Heusweiler hat alle Erwartungen erfüllt. Ein Programm mit eher unbekannten Werken in eher ungewöhnlicher Besetzung war das erste Kennzeichen des Konzerts. Das zweite Kennzeichen: der sehr sympathisch-freundliche Auftritt der 4 jungen Musikerinnen der Hochschule für Musik Saar, allesamt aus Südkorea. Und drittens: die sehr beeindruckenden Dialoge von Viola und Cello, Viola und Klavier, Cello und Klavier und zuletzt mit Klavier zu vier Händen, die mit großer musikalischer Ausdruckskraft und hohem technischem Können präsentiert wurden. Den gelungenen Abend quittierten die rd. 50 Besucher mit dem verdienten langanhaltenden, begeisterten Applaus, den die jungen Musikerinnen auch sichtlich erfreut gerne entgegennahmen.

Bilder des Konzerts mit der Vagabund Klezmerband „Zephyrus“

Aktion Kultur Heusweiler e. V. wird von der Baker Tilly – Stiftung gefördert

Der gemeinnützige Verein Aktion Kultur Heusweiler e. V. hatte am 28. August einen erfreulichen Besuch: im Namen der Baker Tilly – Stiftung überreichte Herr Oliver Luksic in seiner Funktion als Mitglied des Stiftungsbeirats einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro. Damit wird die langjährige kulturelle Arbeit des Vereins gewürdigt. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Günter Bost, dankte der Stiftung für die großzügige Förderung und Herrn Oliver Luksic für seine erfolgreiche Unterstützung des Förderantrags. Er erklärte, die Mittel unmittelbar zur weiteren Stärkung der Musikalischen Grundausbildung „Musik mit allen Sinnen“ an den Heusweiler Grundschulen einzusetzen, in die derzeit über 300 Kinder einbezogen sind.
In dem anschließenden fachlichen Gesprächsaustausch, bei dem neben zwei weiteren Vereinsvertreterinnen auch die fachliche Leiterin des Projekts, Frau Svitlana Aldoshyna, vertreten war, wurde übereinstimmend die besondere Bedeutung dieses speziellen Musikunterrichts für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder im kognitiven, emotionalen, sozialen und motorischen Bereich herausgestellt. Diese Aspekte neben der rein musikalischen Betätigung sind der Öffentlichkeit und den Eltern noch zu wenig bewusst. Es wäre zu wünschen, dass das Projekt auch in diesem Punkt eine positive Änderung bewirken könnte.

Schülerkonzert am 28.06.2024

Auch in diesem Jahr hinaus gibt es Schülerkonzerte, im Rahmen des Projektes „Musik mit allen Sinnen“, zum Abschluss des laufenden Schuljahres. Diese Konzerte sind für Eltern, Großeltern und Geschwister der beteiligten Schüler, aber auch für interessierte Mitglieder unseres Vereins zugänglich.

Diese Konzerte finden für die Grundschule Heusweiler-Dilsburg am 2. Juli um 10.00 Uhr in der Kulturhalle, für die Grundschule Holz am 28. Juni, ebenfalls um 10.00 Uhr, in der kath. Kirche in Holz statt.

Für den Standort Eiweiler wird das Konzert aus organisatorischen Gründen erst im Herbst stattfinden.

Nachlese zu „Sevilla” – Eine musikalische Reise mit dem Ensemble “Saarfagotte”

Die Aktion Kultur Heusweiler beendete ihr 4 -teiliges Konzertprogramm für das 1. Halbjahr 2024 mit einem außergewöhnlichen musikalischen Leckerbissen. Das Ensemble „Saarfagotte“ unter Leitung von Prof. Guilhaume Santana hatte unter dem Titel „Sevilla“ zu einer unterhaltsamen musikalischen Reise eingeladen. Das Ensemble hatte sich mit befreundeten Profis, u. a. aus Straßburg und Paris auf 12 Spieler verstärkt. Für die vielen Besucher war es ein besonderes Erlebnis, die Galerie von ästhetisch beeindruckenden Instrumenten bis hin zum mehrfach gewundenen Kontrafagott zusammen auf der Bühne zu sehen und zu hören. Bewundernswert, welche virtuose Klangvielfalt sich diesen Instrumenten entlocken lässt. Selbst ein nach Aussage von Guilhaume Santana in dieser
Formation „eigentlich nicht spielbarer Tango“ (Le Grand Tango von Astor Piazzolla in der Bearbeitung von W. Renz) geriet diesen Profis bravourös.
Zum Abschluss des ersten Konzertteils konnten die Besucher dann noch eine echte Uraufführung erleben: der 24-jährige HfM- Student Gustav Eldo Hofmann hatte eigens für die Saarfagotte eine Komposition „ménshén“ geschrieben, die in Heusweiler nach kurzer Erläuterung durch den Komponisten erstmals öffentlich gespielt und mit viel Beifall bedacht wurde.
Auf dem zweiten Teil der Reise dominierte die spanische Musik. Nach dem titelgebenden „Sevilla“ von Issac Albéniz erlebten die Besucher mit dem „Danzón no. 2“ von Arturo Márques einen grandiosen Abschluss, der den Spielern alles an kunstfertiger Virtuosität abverlangte. Langanhaltender, wohlverdienter Beifall für die Musiker und eine Zugabe mit einem kurzen Abstecher nach Portugal beendeten die wunderbare Reise.
Großer Dank gebührt den Mitveranstaltern, dem Richard-Wagner-Verband Saar und der Gemeinde Heusweiler, sowie der Hochschule für Musik Saar, in deren Reihe „HfM unterwegs“ das Konzert mit freundlicher Unterstützung der VSE AG stattfand.

Nachlese zu „Gracias a la Vida – Musik für 2 Gitarren“

“Gracias a la Vida” – so lautet der Titel eines populären Songs der chilenischen Musikerin
Violeta Parra. Der Titel war zugleich Namensgeber für das Gitarrenkonzert, das am Sonntag, den 21. April in der evangelischen Kirche Heusweiler stattfand. Die „Aktion Kultur Heusweiler“ hatte zu diesem Konzert mit Katrin Klingeberg und Sebastián Montes, eines der gefragtesten Duos der internationalen Gitarrenszene, eingeladen. Neben der Evangelischen Kirchengemeinde Oberes Köllertal waren die Gemeinde Heusweiler, der Richard-Wagner-Verband Saar und die Hochschule für Musik Saar als Partner beteiligt. Auch die Stiftung europäische Kultur und Bildung trug erneut, dank der freundlichen finanziellen, ideellen und werblichen Unterstützung zum erfolgreichen Gelingen bei.
Die vielen begeisterten Besucher erlebten ein Konzert mit einer sorgsam ausgewählten Mischung europäischer und lateinamerikanischer Musik, meist in eigenen Arrangements des Musikerehepaares, das lange Zeit in Santiago de Chile gelebt hat und heute die
internationalen Gitarrenfestspiele Nürtingen leitet. Diese tiefe professionelle Verbundenheit mit den beiden kulturellen Welten und der Gitarrenmusik spiegelte sich in einem authentischen Gitarrenspiel, das einerseits mit bestechender Virtuosität und Vielfalt der Spieltechniken, andererseits mit gefühlvollem Zusammenspiel beeindruckte. Das begeisterte Publikum spendete großen Beifall. Herausstechend waren hier besonders die beiden Stücke „Gracias a la Vida“ und „La jardiniera“ von Violeta Parra sowie der „Libertango“ von Astor Piazzolla. Für den langen Schlussapplaus nach der Ballettmusik „Estancia“ von Alberto Ginastera mit dem aufwühlenden Malambo als Danza final, bedankte sich das Duo mit einer poetischen Szene „Aus dem Leben einer Singzikade“, die ein in vieler Hinsicht sehr außergewöhnliches Konzert ausklingen ließ. „Gracias a los Musicos“ – Danke an die Musiker!

Nachlese zu dem Konzert mit dem HILE-Trio

Das Konzert war mit 100 Gästen sehr gut besucht. Das zeigt, dass die „Klassik“ weiter ihr Publikum findet. Die Besucher erlebten vor allem im ersten Teil mit Haydn und Mendelssohn zwei sehr lebendig präsentierte Werke, die die Besucher zu lauten Bravo – Rufen animierten.  Ein wenig Zurückhaltung gab es dagegen nach der Pause bei Brahms, was aber mehr an der etwas eigenwilligen, schwerer zugänglichen Komposition als dem bravourösen Spiel der Musiker lag. Ein tolles Trio, das sehr schnell den Kontakt zum Publikum findet und dies immer durch ihre zugewandte Spielweise  in Spannung hält. Es ist sehr zu hoffen, dass das Trio trotz der jetzt beruflich bedingten großen Entfernung Helsinki – Mannheim nah beieinander bleibt und sich künstlerisch weiter entfalten kann. Wahrlich ein großer Konzertabend!