Saarbrücker Zeitung vom 28.08.2015 – Jugend-Jazz-Orchester Saar bringt Big-Band-Sound

Jugend-Jazz-Orchester Saar bringt Big-Band-Sound 

Mit einem besonderen Highlight wartet die Aktion Kultur Heusweiler am Donnerstag 17.September auf: Zu Gast ist das Jugend-Jazz-Orchester des Saarlandes, das unter der professionellen Leitung von Martin S. Schmitt anspruchsvolle Big-Band-Literatur und über 20 jugendliche Solisten in bester Form präsentiert. 
Das Jugendjazzorchester Saar, ein Projekt des Landesmusikrates Saar, bietet als Auswahlensemble jungen begabten Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, großorchestralen Jazz in seiner ganzen stilistischen Vielfalt kennen zu lernen und versteht sich als Talentschmiede des saarländischen Jazznachwuchses. 
Aufgrund seines künstlerischen Anspruches und seiner pädagogischen Ausrichtung stellt das JJOS eine wichtige Ergänzung zum Hochschulangebot im Bereich Bigband dar. In zwei Arbeitsphasen pro Jahr erhalten junge Instrumentalisten und Sänger im Alter von 16-26 Jahren die Gelegenheit, anspruchsvolle Bigbandstücke unter Anleitung erfahrener Dozenten zu erarbeiten und mit namhaften Musikern zusammen-zuarbeiten. 
Das JJOS versteht sich als Repräsentant des Saarlandes und sieht sich national wie international als Botschafter des großorchestralen Jazz unseres Bundeslandes. Nicht zuletzt will das JJOS neue Publikumsschichten erschließen und dazu beitragen, den Jazz als gleichberechtige Kunstform zu etablieren. 
Das Konzert findet am Donnerstag, 17. September um 19 Uhr im Spargelhof 
Bernauer, zwischen Heusweiler und Holz, statt. Eintritt Abendkasse €10,-, im Vorverkauf € 8,- bei Bürgerbüro der Gemeinde Heusweiler und Spargelhof Bernauer. 

Saarbrücker Zeitung vom 21.11.2014 – Herzstück des Vereins bleibt die Musik

Heusweiler, Beatrix Hoffmann (SZ)

„Wir sind nicht auf Autobahnen, sondern mit der Machete im Dschungel unterwegs. Da gibt es auch Verletzungen. In der Aufbauphase hat es manchmal gerappelt.” Mit diesen Worten beschreibt Günter Bost die ersten beiden Jahre der Aktion Kultur Heusweiler bei der Mitgliederversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Holz. Man sei, so der Vereinsvorsitzende, „ein bunt gemischter Haufen”, deshalb falle die Themenfindung schwer. Für Theater, Kunst und Literatur fehle das Know-How. Deshalb sollen diese Bereiche auch im nächsten Jahr eher am Rande behandelt werden. Angedacht sind ein Lyrik- & Jazzabend sowie eine Veranstaltung mit vertonten Brecht- Texten. Die außergewöhnliche Film- und Musikserie, die Professor Klaus Huckert im Heusweiler Kino inszenierte, soll nach Möglichkeit fortgesetzt werden. Herzstück des Vereins wird vorerst die Musik bleiben, weil diese Sparte in Heusweiler am besten ankommt. Sehr gut gelaufen seien die Open-Airs auf dem Spargelhof und im Kallenborn, und so sollen sie fest ins Jahresprogramm einziehen. Ebenso die Reihe „Junges Podium” mit Nachwuchsmusikern. Finanziell tragen sich die Veranstaltungen noch nicht, und „die Konzerte werden wohl ein Zuschussbetrieb bleiben” (Bost). Spenden sorgen für Ausgleich. Nicht alles, was sich der Verein vorgenommen hatte, konnte umgesetzt werden. So erwies sich ein lokales Chorfest al nicht machbar, weil sich die an visierten Teilnehmer schon von den Terminen her nicht unter einen Hut bringen ließen. „Eigene Programme können wir noch nicht produzieren. Derzeit sind wir sozusagen eine Agentur: Wir sehen uns auf dem Markt um, überlegen, was passt zu uns”, erklärt Bost. Mehr als zehn Veranstaltungen können es auch im nächsten Jahr nicht werden. Die Mitgliederzahl habe sich zwar von 16 auf 31 fast verdoppelt; sei aber, so Bost, noch unbefriedigend. Als deprimierend und enttäuschend beschreibt er vor allem die Reaktion der Eltern auf die musikalische Grundausbildung an den Grundschulen in Heusweiler, Eiweiler und Holz, die der Verein ins Leben gerufen. hat. Mit Hilfe des Bildungsministeriums werden Musikinstrumente angeschafft und Dozenten bezahlt. „Bis jetzt gibt es keine einzige Reaktion von Eltern. Das ist für uns ein Phänomen”, meint Bost. Man habe Gespräche mit den Schulleiterinnen geführt, sei auf Offenheit und Bereitschaft gestoßen, die musikalische Grundschulausbildung zu integrieren. Zwecks Verzahnung will man das „Begleitlehrer-Prinzip” einführen, das heißt, die Klassenlehrer sollen mit eingebunden werden. Der neu gewählte Vorstand der Aktion Kultur Heusweiler: Vorsitzender: Günter Bost. Stellvertretender Vorsitzender: Klaus Kleinefeld. Schatzmeister: Helmut Bund. Schriftführer: Arthur Knopp. Beisitzer: Michael Jakob, Elisabeth Schmidt, Susanne Kellner und Eva Bost.

Bild: Tamara Meschwelischwili (Violine) und Lukas Mak (Klavier) Foto: Aktion Kultur Heusweiler

Saarbrücker Zeitung vom 13.07.2016 – Kinder führen Musical auf

Das Projekt „Musikalische Grundausbildung”, dass die Aktion Kultur Heusweiler initiiert, geht in die Sommerpause. Zuvor zeigten Heusweiler Grundschüler in der voll besetzen Kulturhalle, was sie gelernt haben. Die Jungen und Mädchen präsentierten auch das Musical „Der Notenbaum”. Die musikalische Grundausbildung umfasst Singen, Stimmbildung, Bewegung und Tanz, Instrumentalspiel sowie die Verbindung mit Malerei, Sprache und Theater. Unser Foto zeigt Kinder bei der Musical-Aufführung.

Foto: Andreas Engel

Saarbrücker Zeitung vom 01.07.2013 – Kinderkonzert wird zum echten Knüller

Kinderkonzert wird zum echten Knüller – Kinder aus den drei Grundschulen der Gemeinde Heusweiler gaben ein Konzert im proppenvollen Rathausfestsaal. Und zeigten dabei, was sie in einem Projekt mit Musikpädagoginnen gelernt haben.

Heusweiler. Ein Kinderkonzert steht an. Bürgermeister Thomas Redelberger hat zur Feier des Tages einen Schlips mit Legosteinmuster umgebunden. Kinder der Grundschulen in Holz, Dilsburg und Eiweiler wirken mit. Nora Rixius, die mit Sarah Ayub das Projekt leitet, gibt Regieanweisungen fürs Schlusslied. „Denkt dran, wir sind auf der Bühne und müssen alles übertreiben. Man muss sehen, wenn ihr singt. Macht ganz deutliche Lippenbewegungen. Und bleibt am Ende ziemlich lange stehen“, sagt die freiberufliche Musikpädagogin. „Wann geht es los?“, fragt der achtjährige Jaron, einer der Mitwirkenden. „Wenn der Saal voll ist und alle auf ihren Plätzen sitzen“, antwortet Nora Rixius.
Im Festsaal wird es eng
Doch dann wird es schnell übervoll. Mitschüler, Eltern, Großeltern, kleine und große Geschwister kommen, und schon bald wird es im Festsaal zu eng. Man drängelt sich auf der Empore, hockt sich auf die Treppenstufen, lehnt sich an die Wand. Stühle werden herbeigeschleppt. Für alle reicht es trotzdem nicht. Auch die Sicht ist nicht ganz so gut. Schade, denn das Konzert ist ein echter Knüller. Wer der Einladung der Kinder folgt und an einer bestimmten Stelle mitmacht, macht beispielsweise die Erfahrung, dass Füße ein prima Trommelinstrument abgeben. Hände sind ja generell takttauglich. Viele Gedanken gehen dem Zuhörer durch den Kopf, denn hier werden die Grenzen der Musik neu ausgelotet. Rhythmisches Sprechen, Sprechen im Kanon. Ringelreih im Kanon mit Kindern in farbigen Kleidern. Musik wird sichtbar. Die Schulkinder recken sich zu lauten Tönen und machen sich klein, wenn es leise wird. Sie bewegen sich zappelig oder langsam und lassen sich beim Magnettanz auf den Boden plumpsen. Das Besondere am Konzert ist die sehr anschauliche Darstellung. Der Zuhörer wird zum Zuschauer. Von jeder Schule machen zwei Gruppen mit. Eine aus dem zweiten und eine aus dem dritten Schuljahr. Jede Gruppe hat ein Projekt eingeübt. Als Inseln mit unterschiedlichem musikalischem Charakter, die Matrosen auf einer Musik-Tanz-Entdeckungsreise ansteuern, werden die Teile zum Ganzen.
Eltern als Chauffeur gefragt
Die Saarländerin Sarah Ayub und Nora Rixius aus Berlin, die beide an der Saarbrücker Musikhochschule bei Professor Dr. Michael Dartsch Elementarmusik studiert haben, haben das Konzert mit den Kindern erarbeitet. Für Kinderkonzerte brauche man „gute Ideen, ein schlüssiges Konzept und viel Unterstützung“, erklärt Nora Rixius. Ohne die Eltern gehe gar nichts, denn die Kinder brauchten einen Chauffeur. Der Lions Club, der Eiweiler Musikverein, Firmen und Privatpersonen konnten als Sponsoren gewonnen werden. Das Projekt, vom saarländischen Bildungsministerium unterstützt, ist auf zwei Jahre angelegt.
Zum Thema:
Hintergrund: Die Aktion Kultur Heusweiler, unter Leitung von Günter Bost, existiert seit letztem Herbst. Die musikalische Grundausbildung ist das erste Projekt des Vereins. Als nächstes will man die Sparten Literatur und Theater in den Fokus rücken. Außerdem soll es in diesem Jahr noch ein musikalisches Podium für junge Künstler geben.