Pressemitteilung der HfM zum Konzert von Jonas Stark am 21.09.2025

Der junge Pianist Jonas Stark, Absolvent der Hochschule für Musik (HfM) Saar, wurde beim 17. Internationalen Beethoven Klavierwettbewerb Wien mit einem zweiten Preis ausgezeichnet. Der Internationale Beethoven Klavierwettbewerb Wien ist der älteste internationale Klavierwettbewerb Österreichs und zählt zu den renommiertesten Musikwettbewerben weltweit. Er wurde vor über 60 Jahren gegründet und wird von der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien veranstaltet.

Zur Teilnahme am 17. Internationalen Beethoven Klavierwettbewerb Wien hatten sich über 300 Talente aus 32 Nationen angemeldet. Nach einer Vorauswahl und einer Online-Videorunde wurden von der internationalen Jury 21 herausragende junge Pianistinnen und Pianisten ausgewählt. Sie stellten ihr Können ab dem 16. Mai 2025 unter Beweis. Insgesamt wurden von der Jury fünf Preise vergeben: ein erster Preis, zwei zweite Preise und zwei Sonderpreise.

Jonas Stark schloss sein Klavierstudium 2018 mit dem Bachelor bei Professor Thomas Duis an der HfM Saar ab. Ein Jahr zuvor hatte er beim Walter-Gieseking-Wettbewerb der Hochschule für Musik Saar den 1. Preis gewonnen. Seinen Master sowie das Professional Diploma machte Jonas Stark bei Professor Ian Fountain an der Royal Academy of Music in London. Seit 2021 studiert Jonas bei Professor Roland Krüger in der Soloklasse der Musikhochschule Hannover, wo er seit 2023 auch einen Lehrauftrag für Klavier innehat. Jonas Stark ist Gewinner zahlreicher Wettbewerbe, darunter des Hong Kong International Piano Competition (2022), des Internationalen Schubert Wettbewerbs in Dortmund 2021 (3. Preis) sowie des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München 2022 (Sonderpreis) und des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ 2014 (1. Bundespreis und zwei Sonderpreise). Der 1998 geborene Pianist konzertierte bereits in ganz Deutschland, in Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Irland, Polen, der Slowakei, Österreich, der Schweiz, Italien, Russland, China und Australien. Als Solist in Klavierkonzerten hat er unter anderem mit den Heidelberger Philharmonikern, der Deutschen Radio Philharmonie, den Duisburger Philharmonikern, der Norddeutschen Philharmonie, dem Münchener Kammerorchester und der Haydn Philharmonie unter der Leitung von Marin Alsop, Marcus Bosch, Martin Fratz, Dietger Holm und Kahchun Wong gespielt. Jonas ist Stipendiat der Jürgen-Ponto-Stiftung, der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des DAAD, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung und des Countess of Munster Musical Trust.

Sonntag, 21. September 2025, 17 Uhr: Klavierrezital mit Jonas Stark im Rathausfestsaal Heusweiler

Nach seinen Solo-Auftritten 2021 und 2022 kommt Jonas Stark auch in diesem Jahr wieder zu einem Klavierrezital nach Heusweiler. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Domenico Scarlatti, Maurice Ravel, Robert Schumann und als Hauptwerk die „Waldstein-Sonate“ C-Dur, op. 53 von Ludwig van Beethoven. Veranstalter ist die Aktion Kultur Heusweiler e.V. in Kooperation mit der Stiftung europäische Kultur und Bildung und der Gemeinde Heusweiler.

Karten zu 15 Euro unter www.aktion-kultur-heusweiler.de, an der Abendkasse und im VVK bei Schreibwaren Mariani (Saarbrücker Straße 62, Heusweiler) und Schreibwaren Am Markt (Holzer Platz 3, Holz).

Pressefotos (Copyright: Sören L. Schirmer)

Nachlese zum Frühjahrskonzert III am 18. 06. 2025

Das letzte der drei Frühjahrskonzerte mit der Hochschule für Musik Saar (HfM Saar) fand bei hochsommerlichem Wetter statt, so dass nur knapp über 40 Konzertbesucher den Weg in den Rathausfestsaal fanden, der dank der Vorsorge des Hausmeisters doch eine recht angenehme Raumtemperatur aufwies.

Das Programm unter dem Motto „Beethoven neu entdecken“ wurde dominiert von Raritäten aus dem Liedschaffen des Komponisten.

Das Konzert wurde von Prof. Frank Wörner moderiert, der dem Publikum zahlreiche interessante Hintergrundinformationen vermittelte. Den gesanglichen Part gestalteten Studierende seiner Gesangsklasse an der HfM Saar.

Zu Beginn des Programms wurden schottische Folksongs in Bearbeitungen für Gesangsstimmen op. 108 präsentiert, begleitet und umrahmt von Violine, Cello und Klavier, gespielt von Instrumentalisten aus der Kammermusikklasse von Frau Prof. Tatevik Mokatsian (HfM Saar). Das Musizieren bereitete den jungen Künstlerinnen und Künstlern sichtlich Freude, was sich auch unmittelbar auf das Publikum übertrug. Ein erfreulicher Nebeneffekt dieses gemeinsamen Konzertes der beiden Hochschulklassen besteht darin, dass sie außerhalb ihres üblichen Repertoires erfolgreich zusammenarbeiten und dabei wertvolle neue musikalische Erfahrungen sammeln.

Im Mittelteil des Programms wurden zudem Textvertonungen von Goethe für Singstimme und Klavier präsentiert (hervorragend am Fügel Orsolya Nagy), sowohl selten gehörte Raritäten als auch bekannte Lieder, wie das „Flohlied“.

Das Programm wurde durch Auszüge aus der Sonate op. 30, Nr. 2, ergänzt, die vom Duo Yejin Joo (Violine) und Elen Adamyan (Klavier) meisterlich vorgetragen wurden.

Insgesamt war das Programm äußerst ansprechend zusammengestellt und überzeugte durch seine abwechslungsreiche Gestaltung. Es wurde mit viel jugendlichem Elan präsentiert und fand großen Beifall, der von den Musikern mit einer Zugabe honoriert wurde.

Der Veranstalter möchte an dieser Stelle seinen herzlichen Dank an die HfM Saar und die VSE für ihre freundliche Unterstützung im Rahmen des Projekts „HfM Saar unterwegs“ aussprechen.

Es musizierten:
Yuliia Andriichuk, Sopran – Anastasija Telko, Mezzosopran
Vadym Kharov, Tenor – Mykola Avdieiev, Tenor
Theanos Tzimarakas, Bass – Manuel Kirsten, Bass
Yejin Joo, Violine – Malte Zeller, Violoncello – Elen Adamyan, Klavier – Orsolya Nagy, Klavier

Moderation: Prof. Frank Wörner

Nachlese zum Konzert vom 18.05.2025

Auch das zweite Konzert in der Reihe „Frühjahrskonzerte mit der Hochschule für Musik Saar“ veranstaltete die Aktion Kultur am 18. Mai im Rathausfestsaal der Gemeinde Heusweiler. Während das erste Konzert von Studierenden gestaltet wurde, waren diesmal die Professoren Michael Dartsch (Violine) und Frank Wörner (Bass-Bariton) mit Ihren Klavierpartnerinnen Monika Tschurl und Orsolya Nagy zu einem Konzert mit Kammermusik der Romantik eingeladen. Sie präsentierten dem interessierten und kundigen Publikum ein sehr vielseitiges und abwechslungsreiches Programm mit Werken von Johannes Brahms und Antonin Dvořák, zwei bedeutenden Protagonisten der romantischen Musikepoche. Zu hören waren verschiedenste Gesangspartien mit Klavierbegleitung (wie 4 biblische Lieder sowie Zigeunermelodien von Dvořák), die gefühlvolle Violinsonate A-Dur von Brahms sowie die Romantischen Stücke für Violine und Klavier von Dvořák. Das ungarisch-gebürtige Pianistinnen-Duo präsentierte vierhändig an einem Flügel die Walzer und Ungarischen Tänze von Brahms sowie die Slawischen Tänze von Dvořák. Eingebettet waren die Musikpartien in eine interessante Moderation, die auch die Hintergründe der Entstehung der Kompositionen vermittelte. Insgesamt durften die Konzertbesucher ein vielschichtiges romantisches Stimmungspanorama erleben, das mit viel Applaus goutiert wurde.

Nachlese zum Konzert mit der Nelly McNeal-Band vom 26.04.2025

Im ehemaligen Filmtheater in Heusweiler startet pünktlich um
20.00 Uhr die Nelly McBeal Band ihr Programm. Eine musikalische Reise durch die
letzten Jahrzehnte der Pop-, Rock- und Countrymusik. Eine gut besuchte
Veranstaltung. Der Kinosaal und die Leinwand waren in warmen Farbtönen
ausgeleuchtet. Dezent in rot und blau.
Die Nelly McBeal Band ist eine fünfköpfige Akustikformation, die nicht zuletzt durch
ihren harmonischen und mehrstimmigen Gesang hervorsticht. Ein Abend mit
klassischen Hits. Jolene (Dolly Parton), Dock Of The Bay (Otis Redding), Gentle On
My Mind (Glen Campbell), Listen To The Music (Doobie Brothers), I Shot The Sheriff
(Eric Clapton), Horse With No Name (America)…um nur einige Tiel aus dem über 2-
stündigen Programm zu nennen.
Die Nelly McBeal Band, das sind: Vanessa „Nelly“ Scheerer (Solo-Gesang, Gitarre),
Fritz Scheerer (Solo-Gesang, Solo-Gitarre), Stefan Groß (Solo-Gitarre, Gesang),
Dieter „Fish“ Weber (Bass, Gesang) und Christph Wachter (Drums, Gesang).
Das Besondere: Als Solisten wechselten sich Fritz und Vanessa Scheerer, je nach
Titel, im Gesang ab. Und als Solo-Gitarristen agierten Fritz Scheerer und Stefan
Groß. Eine gelungene Mischung. Die Zuschauer waren begeistert, tanzten und
sangen mit. Welthits im akustischen Gewand. Und so durfte die Band erst nach
mehreren Zugaben die Instrumente einpacken.

Nachlese zum „Frühjahrskonzert I“ am 13. 4. 2025 im Rathausfestsaal Heusweiler


Der Termin war wegen der Ferien und Palmsonntag mit seinen vielen alternativen Angeboten etwas unglücklich gewählt, so dass nur knapp über 50 Besucher das von besonders begabten Studierenden der Hochschule für Musik Saar musikalisch hervorragend präsentierte Konzert erleben konnten. Veranstalter war die Aktion Kultur Heusweiler in Kooperation mit der Gemeinde und der HfM Saar.
Den Auftakt machte das südkoreanische Ulim DUO in der Besetzung Nayun Lee (Violine) und Sujin Lee (Klavier) mit Beethovens kraftvoll-frischer Violinsonate in G-Dur, op. 30, Nr. 3. Beide überzeugten mit der Professionalität ihres Instrumentalspiels aber auch des absolut stimmigen Zusammenspiels, was das musikkundige Publikum mit begeistertem Applaus quittierte. Ebenso überzeugend präsentierte das Duo zu Beginn des zweiten Teils die ersten beiden Sätze der A-Dur-Sonate von César Franck, die nochmals weiter romantisch ausgreifend gestaltet wurden.
Zuvor konnten die Zuhörer noch im ersten Konzertteil mit dem erst 24 Jahre alten ukrainischen Tenor Mykola Avdieiev einen sehr würdigen Repräsentanten des „Instrumentes des Jahres 2025“ erleben, zu dem in diesem Jahre die menschliche Stimme von den deutschen Landesmusikräten erkoren wurde.
Mit Beethovens lyrisch-huldvollem Liederzyklus „An die ferne Geliebte“, wunderbar natürlich wohlklingend und ausdrucksstark, zudem in klarer sprachlicher Diktion vorgetragen, gewann er die Herzen der Zuhörer im Handumdrehen und erntete stürmischen Applaus. Als Klavierbegleiter hatte auch Bo Hu seinen Teil daran.
Den Abschluss des Konzertes bildete dann das Klaviertrio in c-Moll von Johannes Brahms, bei dem das Ulim Duo durch den spanischen Cellisten David Rebull zum Trio komplettiert wurde. Das viersätzige romantische Werk mit zupackendem Kopfsatz, mit Ausflügen in den ungarischen Czardas und den Wiener Ländler erfordert eine entsprechend abwechslungsreiche musikalische Gestaltungsvielfalt.
Dies gelang sehr überzeugend, vor allem vor dem Hintergrund, dass dem Trio wegen anstehender Examina nur wenig Zeit zum Einstudieren blieb. Chapeau den Musikern und Frau Prof. Tatevik Mokatsian, die sich für die künstlerische Betreuung besonders engagierte und sich vom schönen Ergebnis vor Ort in Heusweiler überzeugen konnte.
Ein großes Dankeschön gilt auch Herrn Prof. Frank Wörner, der für die Organisation seitens der Hochschule für dieses sehr gelungene Konzert verantwortlich zeichnete.

Nachlese zum Chansonabend „Unerhörtes von Georg Kreisler“


Ausgebuchtes Konzert, begeisterte Zuhörer und „Tauben vergiften im Park“ als fast obligatorische Zugabe – so lässt sich der Georg Kreisler – Abend im Rathausfestsaal der Gemeinde Heusweiler in einem Satz zusammenfassen.
Der Chansonnier Max Dollinger hatte „Unerhörtes von Georg Kreisler“ als Titel für seine Auswahl von rd. 20 Titeln vorwiegend weniger bekannter Lieder aus der früheren Schaffensphase von Georg Kreisler gewählt, die er dem Publikum in lebendig – informativer Moderation inhaltlich näherbrachte.
Gesanglich präsentierte sich Max Dollinger in überzeugender kabarettistischer Manier in voller Ausdrucksbreite, mal mit poetisch sanftem Wohlklang, mal ausgreifend exaltiert, mal bissig-bösartig entsprechend den Liedtexten, immer passend unterstützt von Achim Schneider am Flügel und von starkem Beifall des Publikums quittiert.
Georg Kreislers Lieder waren oft politisch nicht sehr goutiert. Mit einer gewissen Nachdenklichkeit muss man feststellen, dass manche seiner Texte immer noch oder schon wieder aktuell sind.

Nachlese zum Konzert vom 19.01.2025 mit LJO-Brass und Elena Harsányi

Neujahrskonzert 2025 in der evang. Kirche in Heusweiler – ein Feuerwerk der Musik!
Das diesjährige Neujahrskonzert veranstaltete die Aktion Kultur Heusweiler nach 2017 und 2020 wieder einmal zusammen mit der Kirchengemeinde Oberes Köllertal in der architektonisch reizvollen evangelischen Kirche Heusweiler. Mit dem Richard-Wagner-Verband Saar, der Stiftung europäische Kultur und Bildung, der Deutsch-Französischen Gesellschaft Saar und der Europa-Union Saar konnten gleich vier Kooperationspartner für die Gestaltung eines qualitativ anspruchsvollen Programms gewonnen werden. Und wie immer bei Veranstaltungen der Aktion Kultur Heusweiler, war auch die Gemeinde Heusweiler als Mitveranstalter dabei.
Ein „Feuerwerk der Musik von G. F. Händel bis Glenn Miller“ hatte die Werbung versprochen. Über 200 Besucher ließen sich von der Botschaft überzeugen und kamen, um dies mitzuerleben und wurden nicht enttäuscht: die gut aufgelegten jungen Musiker des Blechbläserquintetts LJO-Brass und die wunderbare Sopranistin Elena Harsányi als Gastsängerin beeindruckten mit greifbarer Spielfreude, Virtuosität, musikalischer Gestaltung und stets fesselnder Bühnenpräsenz. Ein langanhaltender begeisterter Applaus wurde mit gleich drei schmissigen Zugaben mit Jazz-Standards aus den 1920-er Jahren, ganz zum Schluss mit Irving Berlins „Puttin´on the Ritz“, honoriert.
Eingeleitet wurde das vom Trompeter Johannes Leiner informativ-unterhaltsam moderierte Konzert mit der Ouvertüre und der Réjouissance aus der festlichen Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, die er im Auftrag des englischen Königs Georg II. anlässlich des Aachener Friedens 1749 als Freiluftkonzert komponiert hatte. Es folgte mit der Sinfonia aus der Ratswahlkantate 1731 von Johann Sebastian Bach ein weiteres Juwel der barocken Musik, bei der die Bläser vor allem ihre spielerischen Fähigkeiten bei der Adaption des im Original sehr virtuosen Orgelparts demonstrieren konnten.
Dann ein zeitlicher Sprung in die Wiener Klassik mit Mozarts vierteiliger Motette „Exsultate, jubilate!“ und der Sopranistin Elena Harsányi als Solistin. Mozart hat in den solistischen Partien immer sehr hohe gesangliche Anforderungen an die Sängerinnen gestellt, so auch hier. Großer Stimmumfang, weite Sprünge, virtuose Koloraturen und warmtönige Mittellage: all dies schaffte die Sängerin spielend. Dabei musste sie sich stimmlich gegen die nicht gerade zurückhaltende Begleitung der Blechbläser behaupten, was ihr aber ebenfalls mit Bravour gelang. In dem später folgenden Auszug aus der Ode „Eternal Source of light devine“, die Händel zum Geburtstag und zu Ehren von Queen Anne 1713 komponiert hatte, konnte Elena Harsányi ihre wohlklingende Stimme gefühlvoll im Duett mit Johannes Leiner an der Trompete nochmals voll zur Geltung bringen.
Mit George Gershwins „Four hits for five”, einem Medley mit Songs aus “Porgy and Bess” kam schon recht früh in der Programmfolge der amerikanische Swing zur Geltung, was den Musikern und ebenso dem Publikum sichtlich gut gefiel. Zum Abschluss des offiziellen Programms kam dann wie angekündigt Glenn Miller mit seinem Welthit „Moonlight Serenade“ zu Ehren, vorher aber auch weniger bekannte, interessante Originalkompositionen für Blechbläserquintett von Viktor Ewald und John Cheetham sowie mit „Locus Iste“ eine Huldigung an Anton Bruckner zu seinem 200. Geburtstag im vergangenen Jahr.
Insgesamt ein vielfältiges Konzert quer durch die Jahrhunderte und Stilrichtungen der Musik, ein wahres Festkonzert, das die Musiker und die Zuhörer über eineinhalb Stunden im Bann hielt und alles Andere vergessen ließ. Ein Musikerlebnis, das alle verbindet und froh stimmt: wie könnte ein Jahr besser beginnen? Herzlichen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben.
Aktion Kultur Heusweiler e. V.

Nachlese zum Konzert “Christams Carols around the World” in der Kath. Kirche Mariä Heimsuchung in Heusweiler

Unter dem Titel „Christmas carols around the world” fand am 18. Dezember 2024 in der kath. Kirche Mariä Heimsuchung in Heusweiler ein gemeinsames Konzert des Großen Chors der Hochschule für Musik Saar und des Kammerchors ChorwerkSaar statt. Die insgesamt fast 70 Sängerinnen und Sänger präsentierten unter der Leitung der jungen Dirigentin Austeja Pezelyte aus der Dirigierklasse von Prof. Georg Grün ein anspruchsvolles Programm mit weihnachtlichen Chorwerken aus mehreren Jahrhunderten bis heute sowie aus vielen Heimatländern der mitwirkenden Sängerinnen und Sänger.
Zusätzlich waren Werke von Francis Poulenc (aus den Quatre Motets pour le temps de noel) und Graham Lack (Lullabies) zu hören, die vom Kammerchor in besonderer Aufstellung unter der Leitung von Chanho Yang vorgetragen wurden.
Ausgerichtet wurde das Konzert von der Aktion Kultur Heusweiler in Kooperation mit der Kirchengemeinde Oberes Köllertal Heilige Familie. Die Aktion Kultur Heusweiler arbeitet seit vielen Jahren eng mit der Hochschule für Musik Saar zusammen. Als Zeichen der Verbundenheit hatte uns die Hochschule das Weihnachtskonzert angeboten, dessen organisatorische Umsetzung wir zusammen mit der Kirchengemeinde gerne übernommen haben. Das Besondere bei diesem Konzert: es war zugleich Prüfungskonzert für die Masterstudentin Austeja Pezelyte (das gleiche Konzert fand einen Tag später als Prüfungskonzert für Chanho Yang statt). Allein daraus erklärt sich schon das anspruchsvolle Programm sowie die Anwesenheit der Prüfungskommission und des Rektors der Hochschule, Herrn Prof. Hans-Peter Hofmann, der das Publikum herzlich begrüßte.
Die Chöre präsentierten sich in guter Verfassung und gaben der jungen Dirigentin die Gelegenheit, mit einem sehr lebendigen Dirigat ihre Fähigkeiten einzusetzen und im Chorklang zur Wirkung zu bringen. Großes Kompliment dafür an die Dirigentin, die sicher nicht viele Gelegenheiten hatte, das umfangreiche Programm intensiv mit den beiden Chören einzustudieren. Vielleicht am beeindruckendsten: das sehr eindringliche „Totus tuus“ des polnischen Komponisten Henryk Gorecki.
Zum Klangerlebnis hat auch die klare Akustik des voluminösen Kirchenraumes beigetragen, die allenthalben sehr gelobt wurde und Perspektiven für weitere große Konzerte eröffnet.
Insgesamt ein besonderes Konzert, das den Besuchern in guter Erinnerung bleiben wird. Zum Dank für den riesigen Applaus verabschiedeten sich Chor und Dirigentin mit „In dulci jubilo“ von Hieronymus Prätorius als Zugabe.

Aktion Kultur Heusweiler e. V. wird von der ABG Gesellschaft gefördert

Der gemeinnützige Verein Aktion Kultur Heusweiler e. V.  hatte am 3. Dezember 2024, im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung, einen besonders erfreulichen Besuch: die Geschäftsführerin der ABG Gesellschaft (Ausbildungs- und Beschäftigungsfördergesellschaft) Frau Kerstin Halladin überbrachte eine Spende in Höhe von 5.000 Euro. Die ABG ist u.a. für die Nachmittagsbetreuung an den Heusweiler und Riegelsberger Schulen zuständig. Mit der großzügigen Zuwendung wird die langjährige kulturelle Arbeit des Vereins gewürdigt. Der Vorsitzende der Aktion Kultur Heusweiler, Herr Günter Bost, dankte Frau Halladin für die finanzielle Unterstützung, die zur weiteren Stärkung der musikalischen Grundausbildung „Musik mit allen Sinnen“ an den Heusweiler Grundschulen eingesetzt wird – eine Herzensangelegenheit des Vereins. In dieses Projekt sind alle Kinder der Klassenstufen 2 und 3 an den drei Grundschulstandorten in Dilsburg, Eiweiler und Holz einbezogen. Sie erhalten eine besondere elementarmusikalische Ausbildung durch die beiden Musikpädagoginnen Svitlana Aldoshyna und Sophie Rüth sowie einen Spezialkurs „Trash Drumming“ durch Marc Bollow, der die Nachfolge von Stefan Decker angetreten hat.

In diesem Zusammenhang war die persönliche Vorstellung der Pädagogen/innen sowie der direkte Austausch und das Kennenlernen mit der Spendengeberin besonders erfreulich. Es wurde einstimmig betont, wie wichtig dieser spezielle Musikunterricht, neben der musikalischen Bildung, für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder in den kognitiven, emotionalen, sozialen und motorischen Bereichen ist.

Im Foto von links: Marc Bollow, Kerstin Halladin, Günter Bost, Sophie Rüth, Svitlana Aldoshyna